Nun ist das neue Jahr schon zwei Wochen alt, und erst jetzt folgt mein Rückblick. Da der Blog ohnehin nicht besonders voll ist, bleibt es ein kurzer Beitrag.
Ich nutze diesen Post, um ein paar offene Enden zu schließen.
Fantasy-Systeme: Ein Rückblick
Inhalt
Im August begann ich, darüber nachzudenken, welches Fantasy-System sich für eine längere Kampagne eignen könnte. Für mich war das auch eine Gelegenheit, nach Jahren der Abstinenz wieder in das Setting einzutauchen. Wie so oft, wenn man sich feste Vorgaben macht, werden diese beim Ausprobieren und Testen über den Haufen geworfen.
Drei erwähnenswerte Systeme kamen noch hinzu: Der Eine Ring, Dungeon World und RuneQuest/Mythras. Der Eine Ring und Dragonbane konnte ich bisher nicht spielen, aber basierend auf meinen bisherigen Eindrücken stehen sie weit oben auf meiner Liste.
Dungeon World gefällt mir gut, allerdings empfinde ich die Charakterentwicklung – speziell die Fertigkeiten – für eine längere Kampagne als etwas schwach. Außerdem hängt der Spielspaß stark von der gewählten Klasse ab.
Als Spieler würde ich mir wohl eine Pathfinder-2-Runde suchen. Als Spielleiter werde ich entweder Der Eine Ring oder Dragonbane ausprobieren, je nachdem, wie sehr mich die Systeme ansprechen. Falls diese doch nicht meinen Vorstellungen entsprechen, wird es RuneQuest/Mythras. Und falls ich merke, dass mir etwas anderes lieber ist, ist ja nichts in Stein gemeißelt.
Kampagnen-Update
— Spoiler ahead —
In der Kampagne Masken des Nyarlathotep sind wir mittlerweile im zweiten Kapitel angekommen: London.
New York war als Einstieg eher holprig. Die Fülle an Hinweisen machte es schwierig, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Besonders, da die Gruppe recht früh das Ju-Ju House als Höhepunkt untersuchte, fühlte sich der Abschnitt zum Ende hin zäh an. Trotz des durchwachsenen Starts hat es Spaß gemacht, aber im Vergleich zu London – wo wir bisher zwei Sitzungen hatten – wirkte es eher schwach.
— Spoiler ends —
Gedanken zur Neuauflage
Die Neuauflage der Masken empfinde ich persönlich als sehr aufgebläht. Es gibt viele hilfreiche Inhalte, allerdings sind diese oft mitten in den Texten zu Personen oder Hinweisen eingebettet. Das macht das Arbeiten auf Papier zu einer mühsamen Angelegenheit, da ich ständig hin- und herblättern muss. Warum die Roll20-Umsetzung so spät für die Allgemeinheit verfügbar war, verstehe ich auch nicht – ob das die Sache jedoch wirklich erleichtert, bleibt fraglich.
Froschkönig-Fragmente
Leider habe ich es im letzten Jahr nicht geschafft, die Froschkönig-Fragmente anzubieten. Dafür leite ich sie dieses Jahr gleich zweimal. Beide Runden sind bereits voll, und die erste hat auch schon begonnen.
Anfangs empfand ich den Text als zu umfangreich, aber beim Lesen merkte ich schnell, wie gut strukturiert das Szenario ist. Im Gegensatz zu den Masken gibt es keine unnötigen Dopplungen, und die 222 Seiten (inklusive Handouts) lassen sich gut bewältigen. Einziges Manko: Eine Zeitleiste hätte ich mir gewünscht, da die Reihenfolge der Ereignisse wichtig ist.
Dass ich den Froschkönig verschieben musste, zeigt, wie schwierig es manchmal ist, Rollenspiel-Termine zu planen. Aus einem One-Shot wird ein Two-Shot, aus fünf geplanten Runden werden sieben – und dann kommt auch noch das Leben dazwischen. Deshalb bin ich mittlerweile vorsichtiger mit festen Terminen. Stattdessen sage ich nur, was ich noch vorhabe, und nicht, wann ich es umsetzen werde.
Ausblick
Als Nächstes steht bei mir Der Eine Ring auf der Liste. Unsere Gruppe wird voraussichtlich im September/Oktober die Masken-Kampagne abschließen. Im zweiten Quartal plane ich außerdem den Start einer Kampagne, die auf Twitch gestreamt wird.
Einen großen Nachfolger zu den Masken wird es von mir nicht geben – zumindest keine weitere Cthulhu-Kampagne. Stattdessen könnte ich mir etwas mit KULT, Mythos World oder einen SL-Wechsel vorstellen.
Abschied von Threads
Im Dezember hatte ich auf Threads eine kleine Statistik gepostet. Da ich mich von Threads verabschieden werde, halte ich die Zahlen hier fest:
Statistik 2024
- 106 Sessions gespielt:
- 53 als Spieler (11 One-Shots, 4 Few-Shots/Kampagnen)
- 53 als SL (9 One-Shots, 4 Few-Shots/Kampagnen)
Gespielte Systeme: Cthulhu, KULT, Cypher (Predation, OGoA), TinyDungeon, Dungeon World, Monster of the Week, Fiasko, Pathfinder, Delta Green, R’lyehwatch
Statistik 2023
- 138 Sessions gespielt:
- 69 als Spieler (18 One-Shots, 3 Few-Shots/Kampagnen)
- 69 als SL (18 One-Shots, 5 Few-Shots/Kampagnen)
Gespielte Systeme: Cthulhu, KULT, Mythos World, EZD6, V:tM, Katzhulu, SCP, Lovecraftesque, D&D
Der Abschied von Threads liegt schlicht daran, dass ich Short-Message-Dienste kaum noch nutze. Twitter hatte seinen Reiz, aber kein anderer Dienst kommt auch nur annähernd an das frühe Twitter heran. Ich bleibe bei Instagram – das reicht mir.



Seit einiger Zeit habe ich wieder richtig Lust auf ein Fantasy-Setting. Dieser Wunsch wurde noch stärker, nachdem ich mir TinyDungeon zugelegt und ein paar Runden gespielt habe. TinyDungeon, wie auch die anderen Spiele der Tiny D6-Reihe, macht unglaublich viel Spaß. Durch seine Einfachheit eignet es sich besonders gut für Einsteiger im Pen&Paper-Bereich. Wenn ich sage, dass es sich ein wenig wie ein Brettspiel mit Rollenspielelementen anfühlt, ist das keineswegs abwertend gemeint. Die Regeln sind denkbar einfach: Eine Probe wird mit 2W6 geworfen, wobei eine 5 oder 6 einen Erfolg bedeutet. Bei einem Vorteil oder Bonus würfelt man mit 3W6, bei einem Nachteil oder Malus nur mit 1W6. Das war’s im Wesentlichen.
längere Kampagnen leiten oder spielen möchte. Ich wünsche mir etwas mehr Tiefgang, mehr Möglichkeiten zur Charakterentwicklung und umfassendere Regeln zum Nachschlagen. Als Spielleiter habe ich zudem wenig Interesse am Worldbuilding und lese mich lieber in bereits existierende Welten ein, um Inspiration für Abenteuer zu sammeln oder um direkt vorgefertigtes Material zu nutzen. Das fehlt in der Grundausstattung vom kleinen D6. Vielleicht liegt es daran, dass ich so lange Cthulhu gespielt habe, aber ich bevorzuge es, vorgefertigtes Material zu verwenden.
Welche Systeme stehen zur Auswahl?
D&D und Pathfinder haben natürlich ihre Unterschiede, Vor- und Nachteile, aber es handelt sich nicht um grundlegend verschiedene Spielmechaniken, wie es etwa bei Cypher und D&D der Fall ist, weshalb ich sie zusammengefasst habe. Einige mögen jetzt sagen, dass XY auch wie Z ist. Das mag sein, aber dann habe ich mich da noch nicht eingelesen 😉



