Die Kosten des Spiels

Pen&Paper ist echt ein günstiges Spiel und Hobby. Mit nur einem Regelwerk und etwas Fantasie kann man Jahre Spaß haben. Gut, die meisten, eigentlich alle, kennen die Realität. Es mag ganz klar Spieler geben, die nie etwas ausgeben und an den Abenden teilnehmen. Runde für Runde. Was ok ist.

Ich probiere gerne mit neuen Sachen ‚rum, komme aber nicht immer mit dem Testzeitraum von sieben oder 14 Tagen zu Recht. Daher abonniere ich mal eine Seite für einen oder zwei Monate, manchmal auch für ein Jahr…

Darunter fällt auch Inkarnate, eine Seite auf der man Maps erstellen kann. Das Jahresabo macht 25 €. Finde ich ok. Dazu muss man sagen, ich kann nicht zeichnen. Für meine Tischrunde habe ich Karten aus dem Netz geladen, als ich aber mehr im Netz machte, wollte ich, auch wegen Urheberrecht, auf Nummer sicher gehen. Die Karten eignen sich für Fantasy Settings. Für Cthulhu und real weltliche Settings kann man was basteln, hat aber immer diesen Zeichentrick Stil, den ich nicht so mag. Genutzt habe ich es für zwei Szenarien, bei denen ich Bodenpläne brauchte und kleine Hinweise wie in einem Wimmelbild versteckt habe. Auf der Seite kann man eine Menge Zeit verbringen und man wird schnell besser. Auf YT gibts auch zahlreiche Tutorials.

Wie bereite ich eine Kampagne auf? Dabei habe ich immer daran gedacht, wie schaffe ich einen Mehrwert für die Spieler und letztendlich auch für mich, wenn ich z. B. bestimmte Infos und Texte recyclen möchte. Klassisch markiere ich mir im PDF oder auf einem Ausdruck etwas an, schreibe mir Notizen dazu, lege Listen an etc. Jeder hat seine Vorgehensweise. Effektiv geht anders, finde ich und so habe ich mir den Worldbuilder WorldAnvil angesehen. Man kann die Seite als Freemember nutzen und es gibt dann noch drei Abomodelle. Dabei ist das kostenlose Konto sehr eingeschränkt und mit jeder Stufe kommen mehr Features hinzu. Wer eine längere Kampagne leiten möchte, sollte aber wenigstens das kleinste Abo für 62 €/Jahr abschließen. Darin enthalten ist eine unbegrenzte Anzahl an Artikeln (im Gegensatz zu 175 in der kostenlosen Variante) und 2 GB Speicher (100 MB). Mir war es aber wesentlich zu komplex. Es richtet sich an Worldbuilder, könnte man bei dem Namen natürlich vermuten. Für das Anlegen von NSC, dem Bereitstellen von Handouts und der Möglichkeit für die Spieler, Notizen und Protokolle zu hinterlegen, war es mir zu mächtig und von der Bearbeitung nicht einfach genug.

Für diesen Zweck habe ich Kanka. Das ist ein Kampagnenmanager und entspricht dem, was ich mir vorgestellt habe. Auch hier gibt es ein kostenloses Modell und drei Abos. Dabei unterscheiden sich die Abos neben der Uploadgröße und einem Einfluss auf die Entwicklung der Seite, nur durch die Anzahl der geboosterten Kampagnen und eine grundsätzliche Werbefreiheit. In der freien Version kann man so viele kostenlose Kampagnen erstellen, wie man möchte. Das ist an sich schon cool, wenn man aber ein paar Anpassungen machen möchte (Menüführung, Optik der Seite und Bilder in Beiträgen einfügen etc.), braucht man einen Booster. Für 5 €/Monat schließt man ein Abo mit einer Aufwertung ab, drei kosten 10 € und sieben machen dann 25 €. Für mich sind drei Aufwertungen gleichzeitig ausreichend. Wobei, und jetzt kommt das aber. Zwei Kampagnen laufen bei mir demnächst aus und ich bereite langsam die nächsten vor. Auch in Kanka. Und eben diese Dinge wie Menüanpassung, Flavourtexte und Karten hochladen sind Sachen, die ich in einem Rutsch mache. Es stellt kein großes Problem dar, Booster kann man leicht abziehen und neu vergeben, die Bearbeitung bleibt erhalten, man kann nur nichts mehr dahingehend hinzufügen. Trotzdem wünschte ich mir, einen flexibleren Umgang mit den Boostern, vielleicht dass man statt den festen Vorgaben in den Abos direkt Aufwertung monatlich beziehen kann oder dergleichen. Ansonsten bietet Kanka das, was ich mir wünsche. Einzelne Beiträge können von mir aber auch den Spielern angelegt und ergänzt werden. Durch die Rechtevergabe kann ich schon Artikel anlegen und sie erst später allen freigeben. Also ein richtiges Kampagnentool.

Ein kleines Update zu diesem Beitrag (oder eine Fortsetzung, wenn man so will) findet man auf fluffcrunch.blog